Chronik

 

  • Exkursion

    Berlin-Stadtführung mit dem DAI

    Samstag den 27. September
    Berlin

    Berlin-Stadtführung mit dem DAI 01
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    Eine Berlin-Stadtführung mit dem DAI sondergleichen DAI-Tag 2008 in Berlin

    Wer bisweilen eine Bootstour in einem jener Touristenkähne für langweilig oder gar überflüssig befunden hat, dem sei eine lange Bootstour (Brückentour) durch unsere prachtvolle Hauptstadt empfohlen. Wer dabei noch in den Genuss kommen kann, sich die Gebäude und Baustile von einem Bauhistoriker erläutern zu lassen, der wird nie wieder eine andere Art des Sightseeings wählen wollen.

    Wir vom AIV Hildesheim, vertreten durch Tina Wuttig und Matthias Jung, kamen in den Genuss, Berlin vom Wasser aus zu erkunden, während uns der Bauhistoriker und Schriftführer des AIV zu Berlin, Dr. Peter Lemburg, mit seinem fachkundigen Wissen und seiner mitreißenden Art des Vortragens wissenswerte Erläuterungen zu jedem Gebäude näherbringen konnte.

    Die Bootstour war ein Teil des DAI Tages 2008, der in diesem Jahr in Berlin stattgefunden hat.

    Mit dem ältesten Berliner Fahrgastschiff ´Heinrich Zille´ von 1896 erkundeten wir 6 Stunden die Entwicklungen des Baugeschehens in der Hauptstadt. Wir passierten drei Schleusen und unterquerten zahllose Brücken, unter anderem auch die älteste Brücke Berlins, die Weidendamm-brücke.

    Vorbei an der äußerst beeindruckenden Abrissbaustelle des Palastes der Republik, bzw. was von ihm geblieben ist, zu den historischen Bauten, wie
    dem Berliner Dom,
    dem alten Museum,
    der alten Nationalgalerie,
    dem im Umbau befindlichen Pergamonmuseum und
    dem restaurierten Bodemuseum
    ging es zu den das Spreeufer zierenden Neubauten der Berliner Baugeschichte.

    Zu nennen sind hier unter anderem
    das ARD Hauptstadtstudio
    das Jakob-Kaiser-Haus (Bürohaus für Abgeordnete, Fraktionsstäbe, Vizepräsidenten, Bundesrat und Bundesregierung = das größte Haus der Parlamentsneubauten; Fertigstellung 2002),
    das Paul-Löbe-Haus (Bundestag, Fertigstellung 2001),
    das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (Informations- und Dienstleistungszentrum des Parlaments, das über eine Brücke mit dem Paul-Löbe-Haus verbunden ist, die symbolisch die Verbindung zwischen Ost und West schließen soll. Fertigstellung 2003),
    der Betriebskindertagesstätte des Deutschen Bundestages (Fertigstellung 1999)
    und der Hauptbahnhof (Fertigstellung 2006)

    Vorbei an der neuen Spreebebauung im Kanzlerviertel, der wir die Wahl Berlins zur Hauptstadt zu verdanken haben, ging es dann in den weitläufigen Norden Berlins vom Westhafen über Plötzensee, Tegel bis in den Nordwesten nach Spandau. Dessen Bewohner bezeichnen sich gerne als Nicht-Berliner, die dann auch ´nach Berlin fahren´; ganz als würden sie sich in einer völlig anderen Stadt befinden.

    Sicherlich einen Besuch wert ist die Renaissancefestung in Spandau, die Zitadelle. Aber auch über Wasser erschließen sich einem die Ausmaße der bedeutendsten und besterhaltenen Renaissancefestung Europas.

    Weiter ging es dann Richtung Mitte über Siemensstadt, Charlottenburg und Tiergarten mit dem Schloss Bellevue und dem Haus der Kulturen der Welt (Schwangere Auster) bis zurück zum Kanzlerviertel, wo sich dann die Bootsrunde wieder schloss.

    Alles in allem hatten wir eine Reise zwischen den Kulturen, wie man es von der pulsierenden Hauptstadt gewohnt ist, aber aus dieser Perspektive sicher noch nicht erfahren hat.

    Von historischen Prachtbauten über intelligent und aufwendig gelöste Neubauten hin zu weitläufigem Brachland, das sich hier und da in idyllische Kolonien verwandelte, kann man von einem neuen Berlin sprechen, das seine weitläufigen Flächen an der Spree endlich zu nutzen versteht oder seit dem Fall der Berliner Mauer auch nutzen kann.

    Eine Reise, die auch Berliner Pflanzen aufblühen lässt.

    Tina Wuttig