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Chronik

 

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    Dresden Exkursion Teil 2

    Samstag den 08. Mai bis zum Sonntag den 09.
    Dresden

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    6.Hauptbahnhof Dresden

    Herr Architekt Heinle vom Büro Heinle, Wischer und Partner stellte uns im Rahmen unserer dreitägigen Exkursion den Hauptbahnhof Dresden vor.
    Der Entwurf stammt vom Architekten Sir Norman Foster. Die Erläuterungen zur Stahlglaskonstruktion nach dem Brand mit all seinen Planungsentwicklungen wurden uns gut erläutert.

    Der Bahnhofsvorplatz wurde nach einem Entwurf aus dem Büro Heinle, Wischer und Partner ausgeführt.

    Unter dem Bahnhof befindet sich eine Tiefgarage mit Lichtkuppeln. Die Idee der Architekten war eine Nutzung als Entree´ der Stadt. Durch die Lichtkuppeln dringt sehr viel Tageslicht von oben in die Garage. Dieses wird von den Besuchern als sehr sympathisch empfunden.
    In der Tiefgarage befinden sich konstruktiv sehr viel Stützen und die Decke ist als Wutendecke ausgeführt.

    Bei der Planung stand ein vornehmer Empfang im Vordergrund. Eine Herausforderung war auch die Kombination Alt/Neu. Die vorhandene Substanz mit neuen Elementen gestalterisch und funktional zu ergänzen.

    Gestalterisch gelungen ist auch die Wasserwand als Springbrunnen auf der Freifläche.
    Der Austritt aus der Tiefgarage nach oben führt über ein lichtdurchflutetes Treppenhaus und endet in einem Häuschen komplett aus Glas.

    Der Bahnhof an sich weist ein helles Dach auf. Dieses Dach besteht aus einem textilen Werkstoff und stellt im Verhältnis zum Glas eine kostengünstige Lösung dar.
    Insgesamt ist die Neugestaltung des Dresdner Hauptbahnhofes sehr gelungen.

    Ulrike Schaper



    Nach Besichtigung des Dresdener Hauptbahnhofes fuhren wir in den späten Vormittagsstunden mit dem Bus zur Besichtigung der Universität Dresden.

    7. Universität Dresden

    Attraktivität, Vernetzung innerhalb der Universität, Weiterentwicklung des Campus`, Wohnquartiere im Nahbereich der Uni als auch der Innenstadt der „Europäischen Stadt Dresden“ sind - auch unter Berücksichtigung von Bevölkerungsrückgang und stagnierenden Wirtschaftszahlen – Gesprächsthemen unser Besichtigung.

    Die Vorlesung von Prof. Dr.-Ing. Mertim über die Entwicklung der Universität Dresden und seine Führung durch das einst weltberühmte Wasserbaulabor im Beyerbau war sehr instruktiv, wenn auch etwas mehr Spritzigkeit gut getan hätte.

    Südlich des Hauptbahnhofes, im Dreieck zwischen Münchner Straße, Bergstraße und Nöthnitzer Straße liegen die meisten der Fakultätsgebäude der Uni Dresden.
    Unser immer zuverlässiger Busfahrer entließ uns in der Mommsenstraße und am Chemischen Institut vorbei (Neubaumaßnahme – anlehnend an vorh. Altbaubestand in Teilflächen mit rotem Verblendmauerwerk ) wurde das neue Hörsaalzentrum besichtigt.

    Vorherrschende, blickfangende Materialien, insbesondere auch im Innenraum: Glas, Sichtbeton,
    Natursteinbeläge. Materialien der klaren Funktion des Gebäudes entsprechend.
    Die Fertigstellung erfolgte 1999 – 2000, hervorgegangen als 1. Preis eines Wettbewerbes i. J. 1994. Planer Klein, Sänger, Scheer, Dömges + Partner, München.

    Weiter auf der Behelfsbrücke über die Bergstraße, an der Mensa der Technischen Uni vorbei,
    ging es zu Fuß zur Sächsischen Landes- und Staatsbibliothek der Universität Dresden, ebenfalls - wie andere Universitätsbauten - hervorgegangen aus einem Wettbewerb.
    1. Preis - Planer: Ortner & Ortner, Berlin/Wien, 1996.

    Ansprechender, sympathischer Grundgedanke des Entwurfes ist das „offene Buch“. Oberirdisch sichtbar sind nur die beiden 4-5 geschossigen „Buchdeckel“. Das weitaus größte Bauwerksvolumen mit seinen Magazinen, Leseplätzen, großem Lesesaal, Arbeitsplätzen u. s. w. verbirgt sich unter O.K.T.
    Der Neubau faßt nun die gesamte ehem. Landesbibliothek. die Universitätsbibliothek mit ihrer Hauptbibliothek, die Studienbibliothek mit der Lehrbuchsammlung, andere Zweigbibliotheken und die DIN-Auslegestelle unter einem „Dach“ zusammen. Weiter untergebracht sind die Deutsche Fotothek, die Phonothek und die Stenografische Sammlung.
    Die Baukosten von ca. 92 Mio Euro zuzügl. 9 Mio Euro für die Ersteinrichtung verdeutlichen den
    entsprechenden Hintergrund der am 14.1.2003 eingeweihten Sächsischen Landes- und Staatsbibliothek der Universität Dresden.
    Mit einem bleibenden Eindruck u. a. auch von der kunstfertigen Verwendung von Hartfaserplatten für verschiedene Zwecke der Innenraumgestaltung der Sächsischen Landes- und Staatsbibliothek der Universität und dem Blick auf das gegenüberliegende im Rohbau befindliche Institutsgebäude Biologie erwartete uns gegen Mittag der nächste Termin unser Exkursion.

    Heilmann



    8. Universitätsklinikum

    Vorüber an der gläsernen VW-Manufaktur führte uns der Bus zum Uni-Klinikum.
    Sehr sachkundig geführt von einer Mitarbeiterin des Büros Heinle, Wischer und Partner sahen wir in moderner Architektur, weitgehend in Stahl und Glas aufgelöst,
    9. das Kinderkrebszentrum
    10. den Andachtsraum
    11. das medizinisch - theoretische Zentrum und
    12. das Max-Planck-Institut


    9. Zum Abendessen erreichten wir den Luisenhof mit der Standseilbahn aus der vorigen Jahrhundertwende. Der Luisenhof, mit seinem Aussichtsgeschoss oberhalb des Blauen Wunders und dem Stadtteil Blasewitz, erhielten wir von Herrn Dipl.-Ing. Stephan eine sehr sachkundige Führung über die Entwicklung Dresdens im 20. Jahrhundert.
    Bei Kaiserwetter klang der Tag aus.


    Dritter Tag der Exkursion nach Dresden am 09.05.2004

    10. Vom Schlossturm bekamen wir einen sehr beherzten Einblick in das alte Dresden an der Elbe mit seinen noch heute unübersehbaren Wunden aus dem II.Weltkrieg. Der 13. Februar 1945 ist der schreckliche Schicksalstag, der Dresden in Schutt und Asche setzte. Aber Dresden ist wieder entstanden.
    Im Nachwende - Dresden bestimmt die Frauenkirche die Silhouette.
    Vom Schlossturm ist der Eindruck besonders einprägend.


    11. Letzte Station der Exkursion ist Pillnitz mit Schloß und Park

    Eine barocke Anlage August des Starken, an der Elbe gelegen als Repräsentationsbau für ehemals Gäste des Hofs und heute touristische Attraktion. Die schwingenden chinesischen Dachformen und -aufbauten geben den Eindruck vom Lebensgefühl des 18. Jahrhunderts.

    Die Jahrhundertflut wirkte verheerend und die Schäden sind noch immer ablesbar. Bis auf den Zentimeter genau erreichte die Elbe 2002den Hochwasserstand von 1845.
    Die große Freitreppe zur Elbe und das Erdgeschoß versanken in den schmutzigen Wasserfluten.

    Vor der Rückreise speisten wir noch im Brauhaus, wieder mit Blick auf das bezaubernde Dresden.
    Ein sehr gedrängtes Programm mit vielen Eindrücken und dem Wunsch vieler,
    Dresden wieder zu besuchen ging am Sonntagnachmittag zu Ende.