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Chronik

 

  • Veranstaltung

    MediFox-Besichtigung

    Freitag den 13. Juni
    Hildesheim

    MediFox-Besichtigung 01
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    MediFox-Besichtigung 03
    Am Freitag, den 13. Juni 2008 besichtigten Mitglieder und Gäste des AIV den Neubau der Firma MediFox in der Junkersstraße in Hildesheim.

    Die MediFox GmbH & Co. KG entwickelt und vertreibt seit 1992 Software im Sozialwesen. Heute arbeiten bundesweit über 3.600 Pflegeeinrichtungen mit der Software von MediFox, die damit die meistgekaufte Software für Pflegedienste und Sozialstationen in Deutschland ist. Zusätzlich zur Firmenzentrale in Hildesheim, hat die Firma ein flächendeckendes Netz von Partnern und Geschäftsstellen in ganz Deutschland.

    Für die Zentrale der Fa. MediFox GmbH entstand im Jahr 2008 in Hildesheim ein neues Gebäude mit 2.500 m² Nutzfläche für ca. 100 Mitarbeiter. Das Gebäude, das vom Architekturbüro Jung entworfen wurde, wird geprägt durch eine kubische Fassadengestaltung, mit einem großen Glas- und Natursteinanteil. Grundlage des Entwurfes von 2006 war eine Gestaltung des dreigeschossi-gen Gebäudes mit möglichst wenigen aber prägenden Außenmaterialien. So wünschte sich der Bauherr eine helle Sandsteinfassade die mit den dunklen Pfosten-Riegel-Fassaden und Fenstern einen klaren Kontrast bietet. Durch die ca. 50 cm tiefen Fensterlaibungen erhalten die Fassaden eine größere Tiefe, die die kubischen Konturen des Gebäudes unterstützt.

    Im Inneren betritt der Besucher die zentrale zweigeschossige Erschließungshalle, von der die Büroflure erschlossen werden. Die Halle wird geprägt durch die konsequente und reduzierte Architektursprache, die bereits von außen sichtbar ist, und die sich in dem gesamten Gebäude fortsetzt. Im Erdgeschoss befindet sich neben Büros und Besprechungsräumen eine Cafeteria für die Mitarbeiter. Hier, wie in dem gesamten Gebäude, sind Monitore in die Wände bzw. in Möbel eingelassen. Die Büros sind von den Fluren mit transparenten Glaswänden getrennt. Da in dem Gebäude nur selten Besucherverkehr anzutreffen ist, fördert die Transparenz das gemeinsame Arbeiten. Gleichzeitig sind durch die filigranen Glaswände die Büros akustisch in einzelne Einheiten eingeteilt. In den Gebäudeflügeln sind jeweils einander zugehörige Abteilungen untergebracht.

    Das gesamte Gebäude wurde für spätere bauliche Änderungen möglichst flexibel geplant. So sind alle Innenwände nichttragend ausgeführt. Dies ermöglicht eine einfache nachträgliche Veränderung der Raumzuordnungen. Die Gebäudeflügel könnten, bei Bedarf, auch getrennt an unterschiedliche Nutzer vermietet werden. Die Halle wäre dann zentraler Verteiler mit Information und Empfang für die unterschiedlichen Einheiten.

    Im gesamten Gebäude wurde eine umfangreiche Medientechnik eingesetzt. Zusätzlich zu den vielen Monitoren in den öffentlichen Bereichen sind besonders in den Besprechungsräumen und dem großen Versammlungs- und Schulungsraum im zweiten Obergeschoss Beamer und in den Wänden versteckte Lautsprecher eingebaut.

    Die Mitarbeiter und Besucher des Gebäudes werden durch die Halle und Flure mit in die Decke eingelassenen Lichtbändern durch das Gebäude geleitet. Diese mit der Decke bündigen Leuchten unterstützen die schlichte Formsprache, die vom Bauherrn und Architekten gewünscht wurde. In den Besprechungsräumen wurden für die Beleuchtung Lichtdecken eingesetzt.

    Ein besonderes Augenmerk legte der Bauherr auch auf die Außenanlagen. Diese sorgfältig mit Teich, Springbrunnen, Parkplatz und einer wirkungsvollen Außenbeleuchtung gestalteten Flächen, wurden von dem Hannoveraner Landschaftsarchitekten Ludwig Gerns geplant und betreut.

    Matthias Jung