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Chronik

 

  • Exkursion

    Reise nach Athen

    Samstag den 01. November bis zum Mittwoch den 05.
    Athen

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    AIV-Reise nach Athen vom 1. bis zum 5. November 2008 - Ein Reisebericht.

    Bewährte Reiseleitung: Arch. Dipl.-Ing. Thomas Kauertz

    Tom Kauertz hat es wieder einmal geschafft, für einen relativ geringen €-Betrag eine ereignisreiche und sehr interessante Reise zu organisieren. Leider haben nur 5 AIV-Mitglieder und 3 Gäste; Ehepartner, also, insgesamt 8 Personen an dem Besuch der griechischen Metropole teilgenommen.

    Am Abreisetag geht es nicht zu früh am Morgen los. Die ersten Schwierigkeiten beim Einchecken sind relativ schnell überwunden. Man will zwei aus unserer Gruppe nicht mitfliegen lassen, vielleicht, weil inzwischen überall Terroristen vermutet werden. – Aber, wieso ausgerechnet beim AIV-Anhang ?

    Über Zürich erreichen wir, nach einem ruhigen Flug mit beeindruckenden Aus-sichten, pünktlich um 16.30 Uhr Athen. Preisbewusst und um sofort hautnah ei-nen ersten Eindruck von Land und Leuten zu bekommen, fahren wir mit dem Airport Bus bis in das Stadtzentrum von Athen, zum Syntagma Square, an dem auch das Regierungsgebäude liegt. Von dort kommen wir nach einem kurzen Fußmarsch zu unserem kleinen und einfachen Hotel. Der Standort des Hotels erweist sich für alle Unternehmungen als sehr vorteilhaft. Wir können die meis-ten Unternehmungen fußläufig erledigen und für die weiter entfernten Ziele ist die wichtigste U-Bahnstation ebenfalls in 5 Minuten zu erreichen.

    Zum Abendessen machen wir uns gemeinsam durch enge Altstadtgassen, mit lebhaften einheimischen Publikum und Basargeschäften, auf einen ersten Er-kundungsweg. Nach nur 10 Minuten erreichen wir eine große aneinandergereih-te Auswahl von Straßenlokalen, unterhalb der auf einen Hügel gebauten Akro-polis. Wir finden Platz in einem Lokal, mit guter griechischer Speiskarte und ei-nem beeindruckenden freien Blick auf die Akropolis und das Parthenon. Ange-strahlt ist das dann leuchtend gelbe Gemäuer, umgeben von Pinien und Zypres-sen, die sich schwarz gegen den dunkelblauen Nachthimmel abheben, ein faszi-nierendes Bild.

    Die 1. Nacht im Hotel ist kurz und nur mit Oropax oder anderen gehörgangver-schließenden Mitteln zu ertragen. Vor unserem Hotel befindet sich zwar nur eine relativ schmale ansteigende Einbahnstraße, aber im lebhaft lauten Verkehrsge-schehen gibt es bis zum Klingeln des Weckers keine Pause. Besonders Motor-radfahrer, mit schweren Maschinen ohne Schalldämpfer haben scheinbar ihre Freude daran, unsere Fensterscheiben erklirren zu lassen.


    2. November: Alle sind, wie immer pünktlich. Von der modernen U-Bahnstation am Syntagma Square geht es mit der eigens für die Olympischen Spiele 2004 gebauten U-Bahn, quer durch Athen zum Olympic Sports Complex, der u.a. vom Architekten Santiago Calatrava geplant wurde. Die gesamte Anlage ist, auch ohne Publikumskulisse sehr beeindruckend. Nicht nur die in ihrer Ge-samtheit sondern auch im Detail gelungene Architektur ist bewundernswert. Auch die Ingenieure haben zu diesen Spitzenleistungen beigetragen, denn nur mit ihren Berechnungen und Planungen konnten die kühnen Ideen der Architek-ten realisiert werden.

    Am Nachmittag geht es zum Teil zu Fuß und zum Teil mit einer Standseilbahn auf den höchsten Berg, den Lykavittos (277 m hoch) im Stadtgebiet von Athen. Von dort oben haben wir eine wunderbare Aussicht auf die Riesenstadt Athen. Leider ist das Wetter und die Sicht nicht so ganz optimal. Gelohnt haben sich die Mühen des Aufstiegs jedoch allemal.

    Auf einem idyllischen Treppenstieg, mit wechselnden schönen Ausblicken auf die Stadt gehen wir wieder abwärts in den Hexenkessel Athen.

    Unten angekommen, haben wir in einem großen Restaurant im Freien, unter Schilfmatten, unser spätes Mittagessen. Wir sitzen, wie fast immer, nur zwi-schen Einheimischen. Touristen sind, außer uns, nur selten zu sehen. Der Rest des Nachmittags ist, soweit ich mich erinnern kann, programmfrei. Abends fin-den wir uns im gleichen Lokal ein, wie am Tag zuvor.


    3. November: Wir müssen etwas früher raus, denn wir sind mit einer Griechin vor der Akropolis verabredet. Diese nette Dame erklärt uns an diesem Vormittag im besten Deutsch die Akropolis, das Parthenon, die antike Agora und die übri-gen, am Hügel der Akropolis freigelegten, Überreste von Bebauungen. Die jun-ge Griechin kommt aus einer Architektenfamilie und beantwortet charmant und mit Sachverstand unsere spezifischen Fragen. Die Stimmung ist ausgezeichnet.

    Unser Reiseleiter erklärt das „Eckproblem“ an griechischen Tempeln.
    Beim Mittagessen, in einem urigen Innenstadtrestaurant verabschieden wir uns von unserer netten Griechin. Am Nachmittag sehen wir uns die noch übrigge-bliebenen Säulen und Attikabalken des olympischen Zeustempels an. Es muss einst eine riesige Tempelanlage zu Füßen der Akropolis gewesen sein. Danach besuchen wir auf einem „Prominentenfriedhof“ noch das Grab von Heinrich Schliemann, dem Enddecker von Troja und Mykene. Auf dem Nachhauseweg, vorbei an Botschaftsgebäuden und durch die gepflegte Parkanlage des botani-schen Gartens, werfen wir noch einen Blick in das historische Olympiastadion.


    4. November: Heute ist der große Tag für unseren Reiseleiter TOM. Er läuft den Originalmarathon mit. Start ist draußen in Marathon und Ziel ist das histori-sche Olympiastadion. Wir andern besuchen derweil das Archäologische Natio-nalmuseum. Es ist wirklich sehenswert. Die Ausstellungen sind gut aufgebaut. Die Einzelobjekte kommen gut zur Wirkung. Nur die Besichtigung aller Aus-stellungen und Objekte ist einfach nicht zu schaffen. Erschöpft treffen wir uns nach ein paar Stunden Museumsrundgang in der Cafeteria, stärken uns und ge-hen anschließend zum Zieleinlauf des Marathons, dem historischen Olympiasta-dion. Es ist sehr beeindruckend, was für Reserven die Läufer beim Zieleinlauf, nach 42 km, noch mobilisieren und wie sie, jeder Einzelne, von mehreren tau-send begeisterten Zuschauern angefeuert werden. Die Laufzeit und die Platzie-rung sind Nebensache. - Ankommen ist die Hauptsache.

    Trotz einer schweren Erkältung hat Tom die Strecke bei leichtem Nieselregen bewältigt und kann stolz eine weitere Medaille mit nach Hause nehmen.
    Der Nachmittag steht für Einkäufe und zum Bummeln zur freien Verfügung. Abendessen ist wie immer gemeinsam in einem der Restaurants unterhalb der Akropolis.


    5. November: Auch der Vormittag steht für individuelle Einzelaktivitäten zur freien Verfügung. Kurz vor 12.00 Uhr treten wir die Rückreise an. Zu Fuß zum Airportbus am Syntagma Square. Dann eine Stunde Busfahrt zum Flughafen. Am Flugschalter will man wieder nicht alle Teilnehmer in den Flieger lassen. Warum? Alles freundliche Verhandeln nützt nichts. Nur nach einer massiven und mit Nachdruck angedrohten Beschwerde, erhalten wir die noch fehlende Bordkarte in letzter Minute. Der Flug nach Zürich war besonders schön. Die Sicht ist, wie auf dem Hinflug, ausgezeichnet. Auf der Strecke von Zürich nach Hannover ist es bereits dunkel, aber wir landen wohlbehalten pünktlich um 18.45 Uhr.

    Rückblick:
    Es war nur eine kurze, aber beeindruckende Reise mit sehr vielen interessanten Erlebnissen. Wir Reiseteilnehmer haben gut miteinander harmoniert. Die Reise war hervorragend organisiert. Unser herzlicher Dank dafür geht an Thomas Kauertz. – Danke!

    Klaus Brendecke