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Chronik

 

  • Veranstaltung

    Studienreise New York

    Freitag den 23. September bis Samstag den 01.10.2005
    New York

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    New York ist immer eine Reise wert. Vor allem dann, wenn Sie von einem kompe-tenten Kenner dieser Metropole so engagiert vorbereitet und durchgeführt wird. Für uns 20 Mitreisende hat unser AIV-Neu-Mitglied und „Reiseleiter“ Thomas Kauertz New York zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen. Es hat alles hervorra-gend geklappt und auch das Wetter war wie aus dem Bilderbuch. Es war immer spannend. Wir haben sehr viel gesehen, gestaunt und gelernt. Jetlag, endlos lange Wege zu Fuß, heftige Blasenbildungen an den Füßen und schmerzende Beine haben auf unsere gute Stimmung nur unwesentlichen Einfluss gehabt.

    Dipl.-Ing. Architekt Thomas Kauertz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fach-hochschule Hildesheim, Studiengang Architektur. Seine Diplomarbeit befasste sich mit der Planung eines Kommunikationszentrums in Harlem. In den letzten Jahren hat er New York schon mehr als ein dutzend Mal zu den verschiedensten Anlässen und Jahreszeiten besucht und eine Unmenge Literatur über diese Stadt verinnerlicht. Er überraschte uns bei unseren Steifzügen durch Manhattan immer wieder mit fundier-ten Detailkenntnissen zur Architektur und der Historie der unterschiedlichsten Ge-bäude und baulichen Anlagen.


    Am Freitag, den 23. September starten wir um 10.25 Uhr in Hamburg. Nach einem Zwischenstopp in Paris, mit noch nie erlebten aufwendigen Sicherheitskontrollen, landen wir gegen 17.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Newark. Auch hier gibt es wieder ungewöhnliche Sicherheitskontrollen, mit Daumenabdruck und Foto. Mit 2 Shuttlebussen erreichen wir nach einer Stunde Fahrt und ersten imponierenden Ein-drücken (Washington-Bridge und Skyline von Manhattan), unser zentral gelegenes Hotel. Das Hotel Pennsylvania befindet sich an der Seventh Avenue, Ecke 33. Straße, direkt gegenüber dem Madison Sqaure Garden. Nach dem Einchecken erleben noch ein paar Unermüdliche die furiosen Leuchtreklamen, an den bis zu 200 Meter hohen Fassaden, die vielen Menschen und den nicht enden wollenden Autocorso, auf dem Weg zum Times-Square, und anschließend die Atmosphäre bei einem kühlen Bier und einem kleinen Imbiss im tief unter der Straßenebene liegenden „Hard-Rock“.


    Am 24., Samstag geht es nach Queens. Die Disziplin ist von Anfang an gut. Alle sind pünktlich zum Treffpunkt in der Hotelhalle erschienen, obwohl jeder für sich, oder in kleinen Gruppen, vorher irgendwo, nur nicht im Hotel, sein Frühstück eingenommen haben musste. Über das Frühstück gibt es nichts Positives zu berichten. Das ist meist nur ein Pappbecher mir Kaffee und ein Stück Gebäck.

    Im Corona Park befindet sich das Queens Museum mit einem Stadtmodell aller 5 Stadtteile New Yorks. Es ist auf 650 m² Fläche das größte seiner Art, weltweit. Wir haben uns besonders Manhattan genau angesehen, damit wir uns in der kommenden Woche dort gut zurechtfinden. Obwohl, verlaufen kann man sich eigentlich nicht.

    Auf einem ausgedehnten Spaziergang durch den Flushing Meadows-Corona Park, dem Austragungsort der 1964-65 New York World´s Fair (Expo), erleben wir so ne-benbei die Vorbereitungen für ein Koreanisches Volksfest. Alle lassen sich irgend-wann doch, von den uns völlig fremden exotischen Speisen, verführen und probieren. Natürlich bestaunen wir auch die große Weltkugel mit den scheinbar frei schweben-den Satellitenbahnen und das Stadion, in dem alljährlich die US Tennis Open ausge-spielt werden.

    Beim anschließenden Fußmarsch durch die 6,3 Meilen lange Roosevelt Avenue erle-ben wir, wie hier Einwanderer aus der „gesamten Welt“ ihre neue Heimat gefunden haben. Es gibt viele kleine Läden und Lokale rechts und links der Straße, die auf der gesamten Länge von der verrosteten Konstruktion für die Hochbahn überdacht wird. Wir besichtigen das etwas abseits liegende Louis Armstrong House, in dem der Jazz Trompeter von 1943 bis zu seinem Tod 1971 lebte. Das relativ kleine, schmale Haus ist für die damalige Zeit überraschend modern und sehr geschmackvoll eingerichtet.

    Am Abend geht es nach Harlem. Wir erleben „Harlem by Night“ und hören Jazz, hautnah und natürlich life, in der berühmten Lenox Lounge. Hier haben alle namhaf-ten Jazz-Musiker irgendwann einmal gastiert.


    25., Sonntag ….ist im Programm angekündigt als „A Great Day in Harlem“. Harlem ist nicht mehr der Stadtteil, in dem man sich als Weißer möglichst nicht allein aufhal-ten sollte. Harlem ist durch viele Maßnahmen aufgewertet worden und hat an Wohn- und Lebensqualität gewonnen. Harlem ist „In“. Sogar der Ex-Präsident Clinton hat dort sein Büro.

    Wir besuchen einen Gospel Gottesdienst in der Shiloh Baptist Church. Es ist ein 3 ½ Stunden dauerndes Spektakel, mit lebhafter Beteiligung der gesamten Gemeinde - mit vielen und guten Stimmen, Solo und im Chor, innbrünstig dargebotenen Gesangsein-lagen und engagierten und flammenden Reden. Fast jedes Gemeindeglied nutzt die Möglichkeit, sich in Szene zu setzen. Manche tun das bis zur physischen Erschöp-fung. Zwischendurch gönnen sich einige der Akteure und auch andere Gemeindeglie-der im Untergeschoss an gedeckten Tischen eine Pause. Es gibt mitgebrachte Geträn-ke, Salate, Süßspeise und Kuchen.

    Im wohl bekanntesten Restaurant Harlems „Sylvia`s Restaurant of Harlem“ erholen wir uns bei „Soulfood“, den traditionellen Speisen der Südstaaten und live Jazz. Die Erholung ist richtig getimt und die reichliche Malzeit wird anschließend, bei der Tour durch das „Harlem Pflaster treten“ zu folgenden Stationen wieder abgearbeitet: Dr. Martin Luther King Blvd, Hotel Theresa, Apollo Theater, Cotton Club, Columbia U-niversity Campus, St. John the Devine, Amsterdam Ave., Morningside Park, St. Ni-cholas Historic District (Strivers Row), Hamilton Heights Historic District, Hamilton Grange und the Riverside Church. Im Subway können wir, nach diesem langen Marsch, endlich unsere Beine ausstrecken. Bis zu unserem Hotel sind es, „der Weit-sicht unseres Reiseführers bei der Wahl unserer Unterkunft sei´s gedankt“, nur noch ein paar Schritte.

    Trotz der müden Beine raffen wir uns noch einmal auf. Der Abend klingt aus in einer typischen und gut besuchten Jazz-Kneipe in Greenwich Village. Thomas Kauertz kennt sich überall aus und weiß auch die richtigen Biere zu empfehlen. Wir bevorzu-gen Sugar Hill und Samuel Adams und fühlen uns wohl. Die Stimmung ist gut, aber unsere deutsche Gewerbeaufsicht würde diese Kneipe, wegen der abenteuerlichen E-lektroinstallation und nur jeweils einer winzigen Toilette, sofort räumen und sperren lassen.


    26., Montag. ..Midtown Manhattan Teil 1: Pünktlich um 8.00 Uhr geht es wieder mit der Subway nach Harlem zur Baustellenbesichtigung. Inzwischen haben alle Reise-teilnehmer den Bogen raus, mit welchem Druck und mit welchem Tempo, die mit Magnetstreifen ausgerüstete Wochenkarte, an der Sperre durch einen Schlitz geführt werden muss, um Zutritt zum Subway-Netz der Großstadt New York zu bekommen.

    Die Baustelle befindet sich in der 110. Straße, direkt am Central Park North. Wir werden, ausgerüstet mit einem Satz Zeichnungen und Helm, geführt vom Architekten und der Bauträgerin Frau Queva Lutz. Bei dem Bauvorha-ben handelt es sich um ein ehemaliges 7- geschossiges Krankenhaus, gebaut um 1940, auf das jetzt noch 4 weitere Geschosse aufgesetzt wurden. Im Kel-ler wird eine Arztpraxis eingerichtet, ohne Sichtverbindung nach draußen. Die Rohbauarbeiten waren weitestge-hend abgeschlossen und man hatte mit dem Ausbau begonnen.

    Ich verstehe nicht, warum unsere Berufshaftpflichtversicherungen uns für Planungsleistungen in den USA und Kanada ausdrücklich nicht versichern wollen. Denn, was wir hier zu sehen bekommen, ist haarsträubend. Von den alten Beton-decken ist der Beton großflächig bis zur rostenden unteren Bewehrung abgeplatzt. – Keine Sanierung – nein, es wird nur eine Gipskartonplatte darunter gehängt. Die Abhängungen können in dem maroden Beton nicht gedübelt werden, deshalb durchbohrte man die Decke und steckte den Draht, mit einem Winkelhaken als Verankerung, von oben durch die Decke. Wohnungstrennwände bestehen aus einer einfachen Gipskartonständerwand mit jeweils nur einer 18 mm dicken Gipskarton-platte auf jeder Seite und Mineralwolleausfachung. In New York wird es im Win-ter kälter als bei uns. Aber, die Außendämmung besteht aus lediglich 40 mm di-cken Styroporplatten. Von Dampfsperren, Dampfbremsen oder Winddichtigkeit haben die Planer noch nie etwas gehört. Es gäbe noch viele Punkte die man be-mängeln könnte, aber das würde den Rahmen dieses Berichts sprengen. Angespro-chen auf diese Unzulänglichkeiten erfuhren wir vom Architekten etwas über Ga-rantiezeiten und Gewährleistungsfristen, die hier nur 1 Jahr und für einige Teile max. 2 Jahre betragen. Einziger Trost: Ab der 5. Etage hat man eine wunderbare Aussicht auf den Central Park und auf die Skyline von Manhattan. Diesen Blick muss man mit umgerechnet 10.000 €/m² Wohnfläche bezahlen. Garagen oder Stellplätze gibt es nicht.

    Es geht danach zu Fuß weiter zum Dakota Building. Vor dem Eingang wurde John Lennon erschossen und Roman Polanski drehte hier seinen Film Rosemary´s Baby. Über das Time Warner Center und Carnegie Hall kamen wir zur Trump Town. Hier gibt es die Juwelen bei Tiffany zu bestaunen (Namensgeber des Films Break-fest at Tiffany mit Audry Heburn). Die Eingangshalle des Trump-Towers aus po-liertem roten Marmor, blank geputztem Messing und einem 20 Meter hohem Was-serfall, ist beeindruckend. Diese teure Eleganz begleitet Männlein und Weiblein bis auf die wohl berühmten und deshalb stark frequentierten Toiletten.

    Weiter geht es durch das unmittelbar benachbarte Sony Center, zum Lever House, Citicorp Center und Segram Building. In den engen Straßenschluchten, wo auf beiden Seiten, in z.T. über 200 Meter Höhe, die Gebäude „die Wolken kratzen“, höre ich von meinen Architekten-Kollegen immer wieder etwas von ½ H, wenn sie ihren Blick nach oben richteten. Die Gebäude sind ab einer gewissen Höhe häufig etwas zurückgesetzt, aber manchmal, wenn sie neben kleineren Gebäuden stehen, nicht einmal das. Thomas Kauertz erklärt uns, dass hier sehr wahrscheinlich der Luftraum vom Nachbarn gekauft wurde, um so bauen zu können. Am Segram Building gibt es auch unten etwas zu sehen. Hier ist die U-Bahn-Schachtabdeckung, aus der ein Luftstrom im Film „Das verflixte 7. Jahr“, den Rock von Marilyn Monroe so schön hochfliegen lies.

    Keine Pause – bei einem ständigen hohen Lärmpegel, die New Yorker sind das wohl gewohnt, geht es weiter mit Architektur. Lippstick Building, St. Peter´s Church. The Waldorf Astoria und Rockefeller Center waren die nächsten Statio-nen. Im Rockefeller Center wird das Selbstbewusstsein der Amerikaner so richtig demonstriert. Dort hängen wohl fast 1000 Fahnen. Sie sind alle gleich. Hier prä-sentiert sich nur die eine wirklich große Nation. Andere Nationen sind nicht zuge-lassen.

    Am Nachmittag besuchen wir das Architekturbüro des berühmten Architekturhis-torikers Robert A.M. Stern. Das Büro ist in einem ehemaligen Industriegebäude im 18. Stockwerk untergebracht. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Skyli-ne von Manhattan auf der einen und auf den East River auf der anderen Seite. Es ist imponierend wie und was hier bearbeitet wurde und aktuell wird. Beschäftigt sind allein in diesem Büro 180 Mitarbeiter. Es gibt unter anderem eine exklusive Bibliothek, große Besprechungsräume und eine umfangreiche Modellbauabteilung. Die Mitarbeiter, alle sehr jung, ließen sich durch uns nicht ablenken. Sie sahen von ihrer Arbeit kaum oder gar nicht auf. Von einer lockeren Arbeitsatmosphäre war nichts zu spüren. Der Erfolgsdruck wird wohl sehr groß sein.

    Abends erleben wir im Jazz-Club unserer Bauträgerin Queva Lutz, der „55 Bar“ in der Christopher Street in Greenwich Village, ein musikalisches Highlight. Mike Stern, den ehemaligen Gittaristen von Miles Davis und Weltstar in der Jazzszene, können wir haut nah und bezahlbar erleben. Unser 1. Vorsitzender, Matthias Jung, hat Freundschaft mit ihm geschlossen und ihn zum Jazzfestival nach Hildesheim eingeladen. Ich nehme an, die Einladung ist angenommen worden. Sie freuen sich beide. „Hildesheim blüht
    wirklich auf“.


    27., Dienstag – Downtown Manhattan – Wir setzen mit der Fähre über zum Stadt-teil Staten Island um gleich wieder zurück zu schippern. Bei dieser Fahrt kommen wir dicht an der Freiheitsstatue vorbei und haben bei der Rückfahrt sich dauernd verändernde Blicke auf Downtown Manhattan, den Hudson und den East River, sowie auf die benachbarten Stadtteile.

    Wieder in Manhattan starten wir am Castle Clinton, genau dort, wo im 16. Jahr-hundert das erste Fort gebaut wurde. Den Broadway entlang kommen wir an fol-genden Sehenswürdigkeiten vorbei: Wall Street, Ground Zero, World Financial Center, Trinity Church, Woolworth Building, Brooklyn Bridge, City Hall, Civic Center (Stadtverwaltung), Canal Street, Cinatown.
    An der Brooklyn Bridge hat, wie an allen anderen öffentlichen Stahlbauten auch, heftig der Zahn der Zeit genagt. Seit Jahren fehlt eine vor Rost schützende Pflege. Es wird Unsummen kosten, um alle Stahlbauten, z. B. auch die ganzen Hochbah-nen, zu sanieren.

    Am späten Nachmittag, bis zum frühen Abend, erleben wir die eindrucksvolle Aussicht und den Sonnenuntergang in 320 Meter Höhe, vom 86. Stockwerk des Empire State Building. Vorher müssen wir auch hier eine aufwendige Sicherheits-kontrolle (sogar der Gürtel muss aus der Hose gezogen werden) über uns ergehen lassen. Die Aussicht entschädigt uns.


    28., Mittwoch. Wir gehen gemeinsam zu Fuß zur Grand Central Station, dem Ver-kehrsknotenpunkt von Manhattan. Es ist ein beeindruckendes, sorgfältig renovier-tes Bauwerk – ein Bahnhof, in dem man fast alles einkaufen kann, wo es
    sich auch sehr gut essen lässt und man dazu das Bier aus „Tüten“ trinkt. Die große Halle, mit den reizvoll wechselnden Lichteinfällen, großzügigen Treppenaufgän-gen und dem Menschengewimmel, ist faszinierend.

    Das Chrysler Building und weitere Gebäude in der Nähe sehen wir uns auch noch an, bevor wir uns zum Date aufmachen, das unserer Kollegin Frau Dagmar Schier-holz-Heilmann, über Ihre New Yorker Verbindungen für uns organisiert hat. Um die Mittagszeit laden uns New Yorker Architekten zu einem Imbiss und zu einem Gespräch in Ihre „Architektenkammer“ ein. Es geht vor allem um Ground Zero, die Rolle von Liebeskind und um die Errichtung eines Memorials.

    Man will sich jetzt Zeit lassen. Man will den New Yorker Bürgern Gelegenheit ge-ben, sich zu beteiligen. Als Negativbeispiel für eine zu schnelle und deshalb u. U. unbesonnene Planung, wird die Bebauung in Berlin am Pariser Platz von den New Yorker Kollegen genannt. Uns wird auch gesagt, dass Architekt Liebeskind nicht mehr an den neuen Planungen beteiligt ist. Ein Memorial wird abgelehnt, weil die vielen Interessenlagen der Beteiligten nicht vereinbar sind. Verkehrstechnisch soll Ground Zero zu einem weiteren großen Knotenpunkt ausgebaut werden.

    Nachmittags macht sich jeder sein eigenes Programm. Es gibt noch vieles zu sehen. Museen, Parks und Geschäftshäuser.

    Abends treffen wir uns im Central Park zu einem Open-Air-Konzert Summerstage. Der Eintritt ist auch hier nur nach scharfen Sicherheitskontrollen möglich. Die Ein-nahmen sind für die Hurrikan-Opfer von New Orleans gedacht. Berühmte Musiker wie Dr. John, Lous Reed, Cassandra Wilson und andere geben ihr Bestes.


    29., Donnerstag. Führung durch die UN – United Nations. Wir bekommen, wieder nach Sicherheitskontrollen, eine einstündige deutschsprachige Führung. Das Gebäude ist nicht mehr in einem, seiner Bedeutung angemessenen Zustand. Es werden dort viele wichtige Themen verhandelt. Zum Beispiel auch das Verbot von Landminen. Auf einer Graphik im UN-Gebäude ist zu sehen, dass die USA 2/3 aller weltweit pro-duzierten Waffen herstellt und auch 2/3 aller Landminen.

    Danach ist freies Programm, aber dennoch treffen wir uns fast alle im Museum of Modern Art wieder. Die Fülle an Kunstobjekten, die es hier zu sehen und zu erleben gibt, ist für sich allein eine Reise nach New York wert. Leider ist nicht genug Zeit, um auch nur einen Bruchteil zu sehen.

    Um 16.00 haben wir einen Termin zu einer Ausstellung in Harlem, im Atelier, des in New York lebenden Fotografen Günter Knop. Er hatte das Treffen in der „Architek-tenkammer“ arrangiert und zu dieser Ausstellung eingeladen. Die Ausstellung zeigte Fotos von Paris und Interessierten wurden am PC auch Bilder für seinen neuen Bild-band gezeigt. Ein in New York arbeitender Deutscher Architekt ist dieser Einladung auch gefolgt. Es entwickelt sich ein lebhaftes, informatives Gespräch.

    Die Abende ohne festes Programm werden für die verschiedensten Anlässe genutzt. Es werden die Metropolitan-Oper, ein Musical oder auch nur ganz einfach Kneipen mit live gespielter Jazz-Musik besucht.


    30., Freitag. Es gibt kein Programm mehr. Jeder fährt oder geht noch einmal los, um sich etwas anzusehen, von dem er meint, es noch sehen zu müssen. Oder, es ist ganz einfach nur Shopping angesagt. Um 15.30 Uhr bringen uns die Shuttle-Busse wieder zu Flughafen Newark. Dabei gibt es noch einen vorläufig letzten Blick auf die eindrucksvolle Skyline verbunden mit dem Wunsch: New York, diese Stadt willst Du noch einmal besuchen.


    1.10., Samstag. Nach einem ruhigen Flug landen wir in Paris, haben ein wenig Auf-enthalt und fliegen mit etwas Verspätung ab nach Hamburg. In Hamburg angekom-men wird uns an der Gepäckausgabe mitgeteilt, dass nicht ein einziger Koffer aus Pa-ris in der Maschine ist. Walter Nothdurft bekommt seinen Koffer erst nach zwei Wo-chen. Das ist aber auch die einzige Panne auf der ganzen so ereignisreichen Reise.

    Wir alle bedanken uns bei Thomas Kauertz und allen anderen, die mitgewirkt haben, an der perfekten Organisation und bei meinen Mitreisenden bedanke ich mich. Wir sind eine tolle Truppe.

    Klaus Brendecke