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Chronik

 

  • Veranstaltung

    Tag des offenen Denkmals

    Mittwoch den 07. September ab 15:30 Uhr bis zum Samstag den 10.
    Rathaushalle

    Tag des offenen Denkmals 01
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    Tag des offenen Denkmals 2011

    In diesem Jahr findet am 11. September der Tag des offenen Denkmals statt. Das Motto heißt: „Romantik, Realismus, Revolution – Das 19. Jahrhundert“. Damit widmet sich der Denkmaltag einer der stilistisch vielseitigsten und an technischen Neuerungen reichsten Epochen der Bau- und Kunstgeschichte. Es werden denkmalgeschützte Gebäude aus der Zeit des Historismus interessierten Besuchern geöffnet, die sonst nicht oder nur schwer zugänglich sind. Der Flyer mit Angaben zu Ort und Zeit der zu besichtigenden Bauten wird in Kürze hier zu finden sein.

    In Zusammenarbeit mit der Weinhagen-Stiftung, dem AIV Hildesheim, der Sparkasse Hildesheim, dem Stadtarchiv Hildesheim, der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen und dem Verlag Gebrüder Gerstenberg findet in der Rathaushalle zudem folgende Ausstellung statt:

    „Stadtbaumeister Gustav Schwartz – Hildesheimer Stadtbaukunst im 19. Jahrhundert“


    Es ist geplant, das architektonische Schaffen des Hildesheimer Stadtbaumeisters Gustav Schwartz (1847-1910) in Form einer Foto-Ausstellung in der Rathaushalle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Schwartz hat gemeinsam mit Ober¬bürger¬meister Gustav Struckmann (1837-1919) das Bild der Stadt Hildesheim bis heute nachhaltig geprägt. Zahlreiche in dieser Zeit entstandene Bauten stehen heute noch, wie beispielsweise die Baugewerkschule am Hohnsen, das 7-Brüder-Haus Schmitjan in der Feldstraße, sein eigenes Haus in der Gartenstraße sowie etliche Schulen.

    Unter Bürgermeister Struckmann wurde 1876 ein Stadtbauamt eingerichtet und Gustav Schwartz zum Stadtbaumeister gewählt. Das war der Beginn einer systematischen Stadtplanung in der Kommunalverwaltung. Zu den Projekten der Verwaltung gehörte zum Beispiel die Umgestaltung der „Lilie“. Um hinter dem Rathaus einen zweiten Marktplatz zu schaffen, wurden bereits um 1890 viele wertvolle Fachwerkhäuser abgebrochen, von denen wir noch Zeichnungen und Fotografien besitzen. Auch den Einfluss der Polizeiverordnung „Zum Schutze der Hildesheimer Straßenbilder“ und des „Pinselvereins“ auf das Stadtbild wird anhand von historischen Fotografien dargestellt.

    Unter Gustav Schwartz wurde das Rathaus umfassend umgebaut. Daher sollen unter anderem bislang unbekannte großformatige Fotografien aus der Zeit um 1900 gezeigt werden, die einen Einblick in die untere und obere Rathaushalle in dem von Schwartz veränderten Zustand gewähren.

    Gustav Schwartz war Schüler des begnadeten Hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase. Hase hatte die so genannte „Hannoverschen Schule“ ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich um einen Baustil, der sich an der gotischen Backsteinarchitektur orientierte. Gebäude, die in diesem Stil errichtet wurden, waren in Hildesheim in ungewöhnlich hoher Zahl vertreten. Der Baustil nahm hier jedoch um 1900 ein abruptes Ende, da er als unpassend empfunden wurde.


    Fazit

    Gezeigt werden sollen die stilistische Vielseitigkeit, der rasante technische Fortschritt und der sich in der Architektur widerspiegelnde gesellschaftliche Wandel dieser Epoche. Die Besucher der Ausstellung erhalten sowohl über einen Rundgang als auch über Themeninseln einen spannenden und inspirierenden Einblick in die Stadtgeschichte Hildesheims. Zahlreiche historische Fotografien vermitteln, welche Beziehung die Stadtverwaltung im 19. Jahrhundert zu ihrer überkommenden Bausubstanz besaß und auf welche Weise sie ihr architektonisches Erbe bewahrte. In Vitrinen werden persönliche Gegenstände Schwartz präsentiert und mit seinen Möbeln ein ganzes Esszimmer nachgestellt.

    Bitte beachten Sie: Die Eröffnung der Ausstellung ist bereits am Mittwoch vor dem Tag des offenen Denkmals am 7. September 2011, um 15.30 Uhr!

    Ort und Zeit: Rathaushalle, 7. September bis 10. Oktober
    Auskunft: Dr.-Ing. Maike Kozok, Stadt Hildesheim, Untere Denkmalschutzbehörde.
    E-Mail: m.kozok@stadt-hildesheim.de
    Internet: http://www.hildesheim.de/denkmalschutz
    Tel. 05121/301-442.

    Am Freitag den 23.09.2011 wird um 18:30 h für AIV-Mitglieder eine spezielle Führung u. a. im Rahmen des DAI-Tags stattfinden. - Der AIV ist Kooperationspartner dieser Ausstellung.

    Die Ausstellung wird gefördert durch die Friedrich Weinhagen Stiftung.
     

    Kontakt: Dr.-Ing. Maike Kozok
    Telefon: 05121/301-442 E-Mail:  E-Mail